YSPERKLAMM - DRUIDENWEG

Ausgangspunkt: Parkplatz der Ysperklamm

Streckenlänge: 9,5 km

Gehzeit: 4 Stunden

Streckencharakteristik:
75 % Waldwege,
25 % Asphaltstraße

Tiefster Punkt: 529 m

Höchster Punkt: 960 m

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YSPERKLAMM - DRUIDENWEG

Der Druidenweg, die Nummer 31 in der Wanderkarte "Südliches Waldviertel"

Die Ysperklamm ist das besondere Wandererlebnis im Südlichen Waldviertel. Die Ysper, die im Weinsbergerwald entspringt, fällt kaskadenartig über die Granitfelsen der Ysperklamm über 300 Höhenmeter hinab, bis Sie das Tal erreicht.
Der Aufstieg durch die wild-romantische Ysperklamm stellt den Beginn der Druidenweg-Wanderung dar. Am oberen Beginn der Ysperklamm befindet sich der Ödteich. Bis zum Jahr 1931 hatte der „Ödteich“ eine sehr wichtige Funktion für die Holzwirtschaft. Bis zum Frühjahr jeden Jahres wurde das Wasser aufgestaut und im März zur Holzschwemme wieder abgelassen. Mit dieser Methode wurden Klafterscheiter (mit einer Länge von 70 – 75 cm) in wenigen Stunden bis zur Donau geschwemmt. Der Damm ist 1956 gebrochen und nicht mehr instand gesetzt worden. Im ehemaligen „Ödteich“ befindet sich heute ein Fichtenwald.

Von hier aus geht man halbrechts auf der Forststrasse und biegt nach ca. 250 m rechts in den markierten Waldweg. Dies ist der eigentliche Beginn des Druidenweges.

Zahlreiche Schalensteine und imposante Steinformationen am Druidenweg lassen einstige, frühzeitige keltische Kultstätten vermuten. Beruhend auf den Forschungen des Yspertaler Pfarrers Hans Wick (1904-1988) wurden die Steinformationen benannt und zeigen heute noch die ursprünglichen Funktionen.
Bei den bisweilen seltsam anmutenden Steinformationen handelt es sich um verwitterte Reste von im Lauf der Jahrtausende abgetragener Granitsteine, um sogenannte "Granitrestlinge", die meist runde, oft aber auch recht eigenwillige Formen angenommen haben.

Aus geomantischer Sicht sind die Formationen aus Granitrestlingen sehr interessant. Im Waldviertel treten sogenannte „geomagnetischen Anomalien“ öfter auf als an anderen Orten. Zum Beispiel soll der zentrale Stein des Druidentreffpunkts eine sehr hohe „rechtsdrehende“ Schwingung aufweisen, die, bei empfindlichen Personen, nach längerem Verweilen an dieser Stelle, ein leichtes Schwindelgefühl bis hin zu Halluzinationen auslösen können soll.

So sollen am "Inneren Steinkreis" auf einer Höhe von 922m, der als Druidentreffpunkt gedient haben soll, nur so viele Druiden am Treffen teilgenommen haben als sich Steine im Kreis befinden.
Ein derartiger Punkt wird "Böndel" genannt und besteht aus 13 kreisförmig angeordneten Schalensteinen auf denen die Druiden sitzend Platz genommen haben sollen. Der Herrgottsitz in der Mitte, mit seiner prägnanten Pilzform, könnte der Thron für den Oberpriester gewesen sein.

Die Tour Druidenweg beginnt also am Parkplatz der Ysperklamm, bzw. beim Forellenhof (siehe Anfahrt) und führt über den Aufstieg der Ysperklamm bis zum ersten Aussichtspunkt mit der Steinformation Phallus und Vulva...

Weiter am Druidenweg kommt an den Steinformationen die "Stehende Schale" und am "Großen Schalenstein" vorbei. Hier befindet sich eine Schale welche auch bei längerer Trockenheit interessanter Weise nicht austrocknet. Der äußere Steinkreis beginnt also bei der "Stehenden Schale"; eine Hinweistafel weist ihn als ehemaligen Mühlenstein aus. Bei diesem Mühlenstein wird angenommen, dass er bei der späteren Christianisierung gestürzt worden sei. Die Schale hat einen Durchmesser von ca. 70 cm und ist etwa 15 cm tief.

Vorbei an der "Wohnhöhle" mit mehreren Eingängen geht es durch einen herrlichen Laubwald zur Steinformation "Sphinx" bis hinauf zum "Kaltenbergkreuz", auf einer Höhe von ca.860 m, wo sich ein herrlicher Blick über das ganze Yspertal genießen lässt.

Es folgt ein relativ steiler Abstieg durch den Wald, der immer wieder herrliche Blicke zum gegenüberliegenden Peilstein ermöglicht.

Ein Wiesenweg und zuletzt die Asphaltstraße führen zum Ausgangspunkt, dem Parkplatz bei der Ysperklamm zurück.
Die gesamte Ysperklamm-Druidenweg-Tour beträgt etwa 9,5 km, mit einer Gehzeit von ca.4 Stunden.
Lassen Sie sich bei dieser Wanderung in eine Welt der Vergangenheit entführen, spüren Sie die mystischen Stimmungen der eindrucksvollen und zugleich seltsamen Felsgebilde. Begegnen Sie offenen Herzens dem rätselhaften Mystischen, schärfen Sie ihre Sinne und beleben Sie Ihre Phantasie.

Die keltische Rune "MANNAZ" bedeutet "Mann" oder "Mensch" und ist ein Garant für die geistige Entwicklung. Dieses Symbol begleitet den Wanderer entlang des Druidenweges und schützt ihn vor feindlichen Einflüssen aller Art.

Das Höhenprofil


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